Perimeterdämmung mit XPS

Perimeterdämmung Problem 1: Druck

Das Dämmen von Kelleraußenwänden und der Bodenplatte stellen besonders hohe Anforderungen an das Dämmmaterial. Bei der Perimeterdämmung wirkt Feuchtigkeit aus dem Erdreich auf das Dämmmaterial ein. Oft reicht das Fundament des Gebäudes sogar bis in wasserführende Schichten. Neben drückendem Grundwasser oder versickertem Regenwasser wirkt bei der Dämmung des Kellers enormer Erddruck auf das Dämmmaterial. Genauer gesagt:

Bei der Dämmung der Kelleraußenwand ist es der Erddruck, bei der Dämmung der Bodenplatte ist es das Gewicht des gesamten Hauses. XPS ermöglicht eine Belastbarkeit von bis zu 30 Tonnen pro Quadratmeter – kein anderer Dämmstoff garantiert unter solchen extremen Bedingungen vergleichbare Stabilität und langfristige Verlässlichkeit wie Hartschaum aus extrudiertem Polystyrol.

Perimeterdämmung Problem 2: Grundwasser

XPS ist nicht nur wegen seiner enormen Belastbarkeit, sondern auch wegen seiner extremen Wasserbeständigkeit der optimale Baustoff für die Perimeterdämmung. Die geschlossene Zellstruktur und damit einhergehende Stabilität verhindern das Eindringen von Wasser zu hundert Prozent und über viele Jahrzehnte. So unproblematisch die Perimeterdämmung aus rein feuchtetechnischer Sicht unter mitteleuropäischen Klimabedingungen meist ist, so essentiell ist die Dämmung bei drückendem Wasser: hier sind die Anforderungen so anspruchsvoll, dass ausschließlich geschlossenzellige Dämmstoffe, wie extrudierter Polystyrol-Hartschaum, zulässig sind. Diese wasserundurchlässige Perimeterdämmung ist daher nicht zu verwechseln mit dem Einsatz von Mauerschutzplatten, bzw. Drainageplatten. Diese bestehen zwar häufig auch aus Polystyrol – allerdings aus offenporigen, bituminös gebundenen Schaumpolystyrol-Kügelchen. Solche Platten dienen lediglich als Schutz der äußeren Wassersperrschicht (z. B. Bitumenanstrich), gegen Beschädigung beim Wiedereinbringen von Erdaushub, oder zur Drainage entlang der erdberührten Wand. Im Umgang mit ständig drückendem Grundwasser sind dagegen nicht nur die richtigen, das heißt feuchte- und fäulnisbeständigen Dämmstoffe (XPS) zu verwenden, sondern auch die bauaufsichtlichen Zulassungen des jeweiligen Herstellers zu beachten – so müssen z.B. die Platten vollflächig mit einem geeigneten Kleber verklebt werden.

Perimeterdämmung Problem 3: Nachhaltigkeit

Nachhaltigkeit spielt während des kompletten Lebenszyklus von XPS eine wichtige Rolle: bei der Herstellung, der Entsorgung und vor allem beim Einsatz als Dämmstoff. Die natürlichen Vorteile des Materials lassen sich direkt in wirtschaftliche und energietechnische Vorteile für Bauträger und Bewohner übersetzen. Denn bereits nach weniger als einem Jahr im Einsatz haben sich der Energieverbrauch und der Ausstoß von Treibhausgasen bei der Produktion durch die Einspareffekte ökologisch amortisiert. Hinzu kommt, dass XPS über eine sehr lange Lebensdauer verfügt. Einmal unter die Gründungsplatte oder als Umkehrdach eingebaut, hält er praktisch ein Hausleben lang. Damit errechnet sich für XPS eine ähnliche Ökobilanz wie bei Naturdämmstoffen, wie der Umweltproduktdeklaration (EPD) entnommen werden kann. Nach seinem langen Leben kann der Dämmstoff in modernen Müllverbrennungsanlagen zur Energieerzeugung genutzt werden.

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