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Fachvereinigung Extruderschaum (FPX) zur aktuellen XPS-Marktlage im Frühjahr 2026

Der XPS-Dämmstoffmarkt ist derzeit von einer ungewöhnlich hohen Dynamik geprägt. Was zu Jahresbeginn noch wie ein ruhiger Start in die Bausaison wirkte, hat sich im Frühjahr zu einer angespannten Versorgungslage mit steigenden Preisen und eingeschränkter Verfügbarkeit entwickelt. Die Ursachen liegen nicht in einem einzelnen Ereignis. Entscheidend ist das Zusammenspiel mehrerer Faktoren, die sich gegenseitig verstärken.

Der Jahresbeginn war zunächst von einem langen Winter geprägt. Viele Baustellen starteten später als üblich. Die Nachfrage nach XPS blieb entsprechend verhalten. Gleichzeitig lagen Energie-, Rohstoff- und Transportkosten für die Lieferkette – XPS ist unmittelbar an petrochemische Rohstoffketten gekoppelt – bereits auf einem hohen Niveau. Der Markt war daher bereits im Frühjahr keineswegs entspannt.

Für Hersteller bedeutete das: steigende Kosten bei gleichzeitig sinkender Planungssicherheit. Erste Preisanpassungen wurden angekündigt. Nicht als Folge eines einzelnen Auslösers, sondern als Reaktion auf volatile Energiepreise, steigende Rohstoffkosten, höhere Transportkosten und zunehmende Beschaffungsrisiken. Die Dynamik verkürzte Kalkulationszeiträume erheblich. Preise mussten kurzfristiger angepasst werden als in stabilen Marktphasen üblich.

Mit der Wetterverbesserung Ende Februar änderte sich die Lage spürbar. Verschobene Projekte liefen parallel an. Statt eines normalen Saisonverlaufs entstand ein gebündelter Nachfrageimpuls. Die Nachfrage nach XPS stieg innerhalb kurzer Zeit deutlich an. Baustellen mussten versorgt werden, gleichzeitig begann der Handel aktiv Verfügbarkeit abzusichern.

Parallel dazu verschärfte sich die internationale Lage. Der Iran-Krieg führte zu erheblichen Verwerfungen an den Energie- und Rohstoffmärkten. Besonders relevant war die Situation rund um die Straße von Hormus, einen der wichtigsten globalen Transportkorridore für Öl und Energieprodukte. Störungen im Schiffsverkehr und starke Ausschläge bei den Ölpreisen erhöhten den Druck auf die Märkte zusätzlich. Der Rohölpreis stieg zeitweise auf über 100 USD je Barrel. In einem Markt, der bereits unter hoher Kostenbelastung stand, verschlechterte sich damit die Kalkulierbarkeit erneut deutlich.

Im März verstärkte sich diese Entwicklung weiter. Steigende Preise und die Sorge vor eingeschränkter Verfügbarkeit führten zu Vorzieheffekten bei Händlern und Verarbeitern.

Das Prebuying ließ die Auftragslage schneller wachsen als die tatsächliche Bauleistung. Laufende Baustellen mussten versorgt, Verfügbarkeiten abgesichert werden. Gleichzeitig trifft der Markt inzwischen auf sehr stark ausgelastete Produktionskapazitäten. In einzelnen Produktbereichen und Zeiträumen kommt es zu eingeschränkter Verfügbarkeit.

Die aktuelle Marktentwicklung bleibt damit stark von externen Faktoren geprägt: Energie, Rohstoffe, Logistik und Nachfrageverhalten wirken gleichzeitig auf den Markt. Für eine Stabilisierung wären vor allem eine Beruhigung der Rohstoffmärkte, ein Rückgang von Prebuying sowie eine Normalisierung der tatsächlichen Bauaktivität erforderlich. Eine kurzfristige Entspannung ist derzeit nicht absehbar.

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Über FPX

Die Fachvereinigung Extruderschaum e.V. (FPX) ist die Interessenvertretung der in Deutschland tätigen XPS-Hersteller. FPX setzt sich für verlässliche, planbare Rahmenbedingungen ein und klärt über die ökologischen und bautechnischen Vorteile von XPS auf. Die Mitglieder haben in den vergangenen Jahren XPS stetig weiterentwickelt – mit immer umweltfreundlicheren Rezepturen, energieeffizienter Produktion und einer Recycling-Initiative zur Kreislaufwirtschaft.

Weitere Informationen unter: www.xps-spezialdaemmstoff.de

Ansprechpartner:
Astrid Ahlers. Norbert Buddendick
Fachvereinigung Extruderschaum e.V. Friedrichstraße 95
10117 Berlin

E-Mail: info@fpx-daemmstoffe.de